Bericht
Newsletter #3

Liebe Freunde aus Frankreich, Deutschland und anderswo!


Ein großes Dankeschön an die Troubadours d’Aix, Deutsch-Französischer Chor Aachen für die Aufnahme unserer diesjährigen Delegiertenversammlung und für die bestmöglichen Arbeitsbedingungen im Deutsch-Französischen Kulturinstitut und dort dessen Direktorin Frau Dr. Angelika Ivens begegnen zu können. Danke auch für die Sensibilisierung für die bedeutende, u.a. deutsch-französische Geschichte dieser bezaubernden Stadt, dank insbesondere einem Empfang in französischer Sprache ihrer stellvertretenden Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Schmeer.
Wir sind glücklich, die Troubadours d’Aix unter uns zu haben und wünschen diesem jungen Chor eine noch größere menschliche und musikalische Entfaltung für die Zukunft. 

Wir sind sehr befriedigt über die Anwesenheit einer signifikanten Anzahl von DFC-Choristen anlässlich der 20. Choralies von Vaison-La-Romaine. Dieses Engagement beglückt die Organisatoren dieser großen musikalischen Veranstaltung.

In 2009 hat eine zunehmende Anzahl von Choristen der DFC an Eurochorus teilgenommen. Wir hoffen, dass diese Anzahl in diesem Jahr noch erhöht wird. 

Wir beglückwünschen unseren DFC Straßburg, Allegro, an der Veranstaltung Chant’Alsace teilzunehmen und an ACJ-Elsass aktiv mitzuwirken.

Wir sind sehr stolz, dass unser DFC Paris zu Pfingsten 2010 in Bitche den Frieden musikalisch beteuert, in einer Stadt, die unter der dunklen Seite der deutsch-französischen Geschichte besonders gelitten hat, sowie auch in Scy-Chazelles, der Stadt Robert Schumanns, um des 60. Jubiläums des Aufrufs zur EGKS zu gedenken, was das Engagement der DFC für die Geschichte der Schaffung der Vereinigten Europas unterstreicht.
 
Wir wünschen dem DFC Bonn ein gelungenes 30. Jubiläum inmitten aller Choristen, die aus allen DFC anreisen werden.


Der Vorstand des VDFC.

Fokus: die DFC in Ihrem Wohnzimmer!
Kommende Projekte
Das Jahr zur Annäherung der Kulturen
Neues von A Cœur Joie
Nächste Konzerttermine

Bericht
   
Bremen und Toulouse uraufführen das Requiem von Heloisa Fleury
2009 wurde ein Großteil unserer Probenzeit von unserem gemeinsamen Projekt mit dem DFC Toulouse beansprucht: ein modernes Requiem der brasilianischen Komponistin Héloisa Fleury, das wir zusammen mit den FreundInnen aus Toulouse Himmelfahrt dort – im Beisein der Komponistin – uraufgeführt haben. Der Moment, in dem wir in Toulouse zum allerersten Mal das Requiem zusammen angestimmt haben – und die Komponistin saß dabei – hat sicher bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es war sofort der Eindruck da, dass es sich um EINEN einzigen Chor handelt, und das, obwohl wir uns ja größtenteils überhaupt nicht kannten und die Meisten noch nie zusammen gesungen hatten!
(c) Patrick Riou
Jacques Michel, Heloisa Fleury und Rucsandra Popescu (c) Patrick Riou Im Herbst waren die ToulouserInnen dann bei uns zu Gast und haben der Bremer Kälte getrotzt, sie hatten die ersten, richtig kalten, dafür aber teils sonnige Tage erwischt. Die Aufführung des Requiems in der Kulturkirche St. Stephani in Bremen war für uns ein großes Ereignis, weil wir in Bremen noch nie ein solches Stück (mit SolistInnen und Organistin) aufgeführt haben – unser „Stammpublikum“ war entsprechend beeindruckt. Beide Begegnungen, sowohl in Toulouse als auch in Bremen, waren für uns die Highlights des Jahres.
Andrea Quick


Auszug aus dem Requiem (wenn der Player nicht zu sehen ist, klicken Sie bitte hier)

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Fokus
Die DFC in Ihrem Wohnzimmer!
Wenn die DFC auch auf einer Idee begründet sind und häufig gemeinsam kurze Stücke singen, so zögern sie nicht, auch ganz anderes Repertoire anzugehen: Jeder Chor hat seine eigenen Vorlieben: wie z. B. multidisziplinäre Schöpfungen, Aufführung eines grösseren Stückes mit einem Chor des Partnerlandes, skandinavische, slawische oder lateinamerikanische Musik u.s.w. Wir schlagen Ihnen eine musikalische Reise mit deutsch-französischen Chören mit neueren Einspielungen vor, ohne dass Sie Ihr Wohnzimmer zu verlassen brauchen.

Deutsch-Französischer Chor Bonn
F. Mendelssohn Bartholdy: Paulus
Hören Sie hier einen Auszug aus der CD (wenn der Player nicht zu sehen ist, klicken Sie bitte hier)
Per Email erhältlich.
Deutsch-Französischer Chor Paris
B. Lallement: Weihnachtsmesse
Hören Sie hier einen Auszug aus der CD (wenn der Player nicht zu sehen ist, klicken Sie bitte hier)
Hier oder per Email erhältlich.
Deutsch-Französischer Chor Straßburg
Swing & Love
Hören Sie hier einen Auszug aus der CD (wenn der Player nicht zu sehen ist, klicken Sie bitte hier)

Per Email erhältlich.
Deutsch-Französischer Chor München
C. Gounod: Cäcilienmesse u.a.
Hören Sie hier einen Auszug aus der CD (wenn der Player nicht zu sehen ist, klicken Sie bitte hier)

Per Email erhältlich.
 
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Kommende Projekte
Eurochorus 2010
Eurochorus singt Elias!

Dieses Oratorium für Chor und Orchester ist ein bedeutendes Stück im Werk von F. Mendelssohn. Mit der Wahl dieses Stückes beweist Eurochorus, dass es auf die Bedeutsamkeit eines anspruchsvollen Chorrepertoires setzt. Es wird allen Beteiligten eine Gelegenheit geben, sich intensiv mit einem sehr berühmten Werk auseinanderzusetzen, das selten von Laiensängern gesungen wird. 
Eurochorus 2010 bietet die Chance, dieses Stück zu entdecken! Sie können sich bereits unter www.Eurochorus.org anmelden. Erfahren Sie mehr dazu im Eurochorus-Newsletter von Januar 2010.
François Dusser

(c) Michèle Campan
   
     
   
Chant'Alsace, Eine Premiere!
„Warum philosophieren, wenn man singen kann?“ (Georges Brassens)

Der DFC Straßburg, 
Allegro, beteiligt sich aktiv an der Organisation des ersten Festivals Chant’Alsace, das  in Selestat (Hochrhein) vom 31. Mai bis zum 6. Juni stattfinden wird und von  A Coeur Joie Elsaß auf den Weg gebracht wurde. Das Chorfestival sieht als Höhepunkte drei Konzertabende vor, die dem Magnificat von John Rutter gewidmet sind. Sie finden die neuesten Infos dazu unter: http://www.chantalsace.fr und http://acj-alsace.musicanet.org. Sie können hier die Broschüre herunterladen.
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Jahr zur Annäherung der Kulturen
Die FCFA im Einklang mit den 2010er Zielen der Vereinten Nationen

Europa ist mehr als die Summe seiner kulturellen Identitäten.
(Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates,
 Vize-Präsident des Europäischen Musikrates)


Jede Epoche bringt neue Herausforderungen mit sich – aber wenn es eine alterslose gibt, dann ist das die Annäherung zwischen den Völkern. Territorien, Religionen, Interessen- oder geopolitische Konflikte haben die Geschichte geprägt, vor allem die europäische. Aus dieser manchmal tragischen Geschichte resultierte eine starke kulturelle Vermischung, von der bis heute ein Mosaik an Zivilisationen, Sprachen, Traditionen und demzufolge auch künstlerischen Praktiken übriggeblieben ist.
Paradoxerweise ruft dieses Mosaik aber nicht nur Neugier hervor, sondern auch eine gewisse Furcht vor dem Unbekannten. Der Mensch lebt nicht mehr an einem geografisch bekannten, begrenzten und begreifbaren Ort, sondern wird unablässlich mit dem Neuen, Anderen konfroniert. Diese Situation erfordert ein Bemühen, eventuell eine Begleitung, auf jeden Fall aber eine vertrauensvolle und dem Anderen gegenüber offene Einstellung, und sie macht es notwendig, auf ihn zuzugehen. Dieser erste Schritt ist wichtig, er ermöglicht den Aufbau eines kleinen Stücks gemeinsamer Geschichte, was wiederum die Voraussetzung ist für eine künstlerische, soziale und/oder intellektuelle Beziehung – auf  jeden Fall der Anfang eines Austauschs, der mit großer Sicherheit für beide Seiten fruchtbar sein wird.

Es gibt unzählige Werkzeuge für die Schaffung dieses kleinen Stücks gemeinsamer  Geschichte. Wir haben den Chorgesang gewählt, ein Mittel des Dialogs, das keine gemeinsame Sprache erfordert – das aber Lust macht, die Sprache des Partners zu lernen! – und das es ermöglicht, Franzosen, Deutsche, Polen, Brasilianer... Behinderte und Nichtbehinderte, Profi- und Laienmusiker, Junge und Alte zu vereinen, um jenen magischen Moment der Kommunikation durch die Musik zu erschaffen. Der Verband der Deutsch-Französischen Chöre setzt sich schon seit seiner Gründung für das von der UN-Vollversammlung für dieses Jahr festgesetzte Ziel ein, indem sie nicht nur musikalisch arbeitet, sondern dank der Austauschprojekte Deutsch-Französischer Chöre und der Organisation gemeinsamer Projekte auch Repertoires, Kulturen, Lebensweisen miteinander teilt.
 
Wenn auch Sie für dasselbe Ideal arbeiten, dann tragen Sie Ihre Initiativen in den Kalender des Internationalen Jahres zur Annäherung der Kulturen ein. Es gibt die folgenden vier strategischen Linien:
   1. Förderung der gegenseitigen Kenntnis der kulturellen, ethnischen, linguistischen oder religiösen Verschiedenheit
   2. Schaffen eines Rahmens gemeinsamer Werte
   3. Stärkung einer qualitativ hochwertigen Erziehung und Stärkung von interkulturellen Kompetenzen
   4. Begünstigung des Dialogs im Dienste einer nachhaltigen Entwicklung

Hier finden Sie das Informationsfaltblatt zum Internationalen Jahr zur Annäherung der Kulturen (auf Französisch).
Lesen Sie hier die Botschaft der Generalsekretärin der UNESCO, Irina Bokova, zu diesem Jahr
(auf Französisch).
Website des Internationalen Jahres zur Annäherung der Kulturen.

Ob Sie Musiker sind oder nicht, halten Sie ihre Augen und Ihren Geist offen! Europa ist wirklich mehr als die Summe seiner kulturellen Identitäten; und die Bewegungsfreiheit der Menschen innerhalb unseres geographischen Raums gibt uns die Möglichkeit, unsere Kulturen miteinander zu teilen. Nutzen wir sie!

Isabelle Métrope
Übersetzung: Juliane Hagen
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Neues von A Cœur Joie
Choralies. Das neue Gesicht von A Cœur Joie!

Die Chorwelt verändert sich, 
A Cœur Joie auch! Choralies, der bekannte und anerkannte Name des alle drei Jahre stattfindenden Chorfestivals wird zum Markenzeichen von A Cœur Joie. Entdecken Sie dieses neue Gesicht in „Choralies-Le Mag“ von Februar 2010, der würdigen Nachfolgerin der Zeitschrift Polyphonies und auch in dem Veranstaltungskalender „Choralies-La Saison 2009/2010“, den Sie hier herunterladen können.
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Nächste Konzerttermine
Dienstag, 27. April und Donnerstag, 3. Juni 2010: Konzerte des Deutsch-Französischen Chors Toulouse in der Chapelle Ste Anne in Toulouse, mit einem Pogramm deutscher mehrstimmiger a cappella-Werke. Weiterführende  Informationen auf der Webseite des DFC Toulouse.

Mai 2010
Multiphonie, der Deutsch-französischer Chor Aurillac, fliegt zusammen mit dem Deutsch-Französischen Chor München nach Rom, um den Festgottesdienst zu Pfingsten in der Basilika Skt. Paul vor den Mauern zu gestalten.

Samstag, 15. Mai 2010: Konzert des Deutsch-Französischen Chors Bonn aus Anlass seines 30. Jubiläums. Im Programm: das Miserere von J.A. Hasse und das  Requiem von W. A. Mozart. Mit dem Deutsch-Französischen Chor Lyon und Delegierten der anderen Deutsch-Französischen Chöre. Weitere Informationen finden Sie nach einem Klick auf das nebenstehende Bild!

Sonntag, 23. Mai 2010 (Pfingsten): „Nach frischem Wasser“: Gemeinsames Konzert der DFC Berlin und Köln in der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Bedeutende Werke von  Mendelssohn und einige Auszüge aus den Vespern von Rachmaninov erwarten Sie. Erfahren Sie mehr...

Sonntag 6. Juni 2010: Konzert des Deutsch-Französischen Chors Bremen in der Zentralbibliothek der Stadt im Rahmen  der Chorkonzertreihe „Vokal Lokal“. Weitere Informationen auf der Website der Bremer Stadtbibliothek und des DFC.

Der Deutsch-Französische Chor Freiburg bereitet für den Sommer ein Programm zum Thema 
Mythen und Legenden vor... erfahren Sie mehr.

Sonntag, 4. Juli 2010: der Deutsch-Französische Chor Köln führt ein Konzert mit Europäischen Volksliedern in der evangelischen Kirche Rondorf (Köln) auf. Das ausführliche Programm finden Sie auf der Website des DFC Köln.

Sonntag, 11. Juli 2010:
C'est la Vie!“: der Deutsch-Französische Chor München singt Werke aus Opern und Operetten im Völkerkundemuseum München.

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Frühere Newsletters: Newsletter Nr. 1Newsletter Nr. 2
Der Verband der Deutsch-Französischen Chöre (VDFC)

Der Verband der Deutsch-Französischen Chöre wurde 1983 von Bernard Lallement gegründet. Derzeit sind 15 Chöre im Verband Mitglied, die sowohl in Frankreich als auch in Deutschland und Polen sitzen. Der VDFC initiiert und unterstützt deutsch-französische musikalische Austausche, die die Völkerverständigung und übernationale Freundschaft fördern.
Einmal im Jahr versammeln sich Delegierte aller Mitgliedschöre für ein Konferenzwochenende in einem der drei Länder, um sich über gemeinsame Anliegen auszutauschen, Konzerte und Austausche zu planen und Vorschläge für die Chorarbeit auszuarbeiten.
Der Vorstand besteht aus Chorsängern der Mitgliedschöre, derzeit aus Frankreich und Deutschland. Präsident ist seit vielen Jahren das Bonner Chormitglied Erik Cummerwie.

Der Verband der Deutsch-Französischen Chöre ist Mitglied des internationalen Chorverbands „A Cœur Joie International“ (ACJ-I) und der „Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa“ (VDFG).
   
Impressum
Redaktion
: Erik Cummerwie, Isabelle Métrope
Das Redaktionsteam bedankt sich bei François Dusser, Juliane Hagen, Dorothée Jacquot-Weber, Anne-Laure Julien, Marie-Jacques Lueken, Stefan Mohr, Joseph und Anita Panza, Andrea Quick, Augustin Roche, Susanne Saeger, Jutta Tagger und Sabine Wolff für ihre Beiträge bzw. ihre Unterstützung.